Geschichtlicher Hintergrund

Narrenpräsident: Manfred Hiller
Gründung: 1952/1953
Auflösung: 1966
Neugründung 1988

Basis ist eine alte und mündlich überlieferte Sage, deren historischer Kern die Ereignisse der Dorfbesetzung während des 30jährigen Krieges bilden und in deren Verlauf sich die Güttinger mutig und erfolgreich gegen die marodierende Soldateska durchgesetzt haben sollen.

Angeblich wurde ein schwedischer Offizier, auf einem Schimmel reitend, an der Schanz (=Verteidigungswall) zwischen Güttingen und Stahringen im Kampf geköpft.

Dieser Soldat soll nach mündlicher Überlieferung auch dort begraben sein und des Nachts als Geist erscheinen. Die Grabstelle wird vom Verein gepflegt.

 

Erste Erwähnung der Güttinger Fasnet: am 19.April 1759 kam es zu einem Vergleich vor dem Nellenburgischen Landgericht. Beim Streit ging es um das Fasnetküchle (in Form von 3 Eimer Küchlewein ), das vom damaligen Pfarrer als Gegenleistung für eine Brennholzlieferung verweigert wurde.

Narrenruf:
Narri, Narro


Neben dem Narrenrat, angelehnt an den schwedischen Offizier und die Schimmele als treues Pferd, gibt es noch "Marketenderinnen". Diese sind, wie die Hafersäcke für die Versorgung zuständig. Natürlich dürfen die "Holzer" nicht fehlen. kümmern sich um den Narrenbaum.

Die ganze Narrenschar hält schließlich der "Narrenpolizist" im Zaum.